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Welche Betreuung passt – in 6 Fragen

Sechs kurze Fragen zur Situation. Das Ergebnis: eine klare Empfehlung mit Begründung – stundenweise Betreuung, 24h-Betreuung oder Pflegedienst.

Frage 1 von 6

Die drei Betreuungsmodelle im Überblick

Hier finden Sie die ausführliche Erläuterung zu jeder Empfehlung – damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt.

Schwerpunkt 1: 24h-Betreuung

24h-Betreuung eignet sich besonders dann, wenn der Alltag wiederkehrend Unterstützung braucht, wenn Sicherheit eine große Rolle spielt oder wenn mehrere Aufgaben im Tagesverlauf zusammenkommen. In solchen Situationen schafft eine Betreuungskraft vor Ort Kontinuität, Verlässlichkeit und emotionale Entlastung für die Familie.

Gerade wenn der Bedarf nicht nur punktuell, sondern an vielen Tagen in der Woche besteht, wird das Modell organisatorisch oft stabiler als viele einzelne Teilleistungen. Eine verlässliche Bezugsperson vor Ort schafft Routine und entlastet Angehörige dauerhaft.

24h-Betreuung hilft bei einfachen pflegerischen Tätigkeiten, bei Körperhygiene, beim An- und Auskleiden sowie bei alltagsnaher Anleitung. Für stark medizinische Leistungen wie Wundversorgung oder Medikamentengabe sollte zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst eingebunden werden.

Schwerpunkt 2: Stundenweise Betreuung

Stundenweise Betreuung passt gut, wenn der Bedarf klar eingegrenzt ist: zum Beispiel einzelne Einsätze für Haushalt, Begleitung, kurze Aktivierung oder feste kleine Unterstützungsfenster. Sie ist besonders sinnvoll, wenn die betreute Person dazwischen gut allein zurechtkommt.

Bei sehr kleinen Umfängen kann der Entlastungsbetrag von 131 Euro (seit 2025) ein guter Einstieg sein. Gleichzeitig lohnt es sich, frühzeitig neu zu prüfen, wenn aus Einzelhandlungen schrittweise ein durchgehenderer Bedarf wird.

Steigt der Bedarf Richtung drei Stunden pro Tag oder auf viele Tage pro Woche, kann ein 24h-Modell trotz anderer Struktur die passendere Gesamtlösung werden.

Schwerpunkt 3: Ambulanter Pflegedienst

Ein ambulanter Pflegedienst ist immer dann zentral, wenn fachlich-medizinische Leistungen im Vordergrund stehen. Dazu gehören behandlungspflegerische Aufgaben, die ausschließlich examiniertes Personal übernehmen darf.

Der Pflegedienst kann als alleinige Lösung passen, wenn nur klar umrissene medizinische Handlungen erforderlich sind und sonst wenig Unterstützung benötigt wird. In vielen Familien ist jedoch ein Kombimodell tragfähiger: Pflegedienst für Medizin, 24h-Betreuung für den restlichen Alltag.

Wichtig zu wissen: Behandlungspflegerische Leistungen wie die Medikamentengabe werden über ärztliche Verordnung durch die Krankenkasse finanziert und stellen für Familien in der Regel keine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

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Familienperle prüft den Bedarf persönlich und ordnet ein, welche Betreuungsform für Ihre Situation passt.